
Fernwärme bedeutet die Versorgung von Gebäuden mit Wärme, die nicht direkt im Haushalt der Verbraucher:innen erzeugt wird.
In St. Jakob entsteht Wärme durch die Verbrennung von ca. 98% Biomasse. Diese besteht hauptsächlich aus Hackschnitzeln von heimischen Waldbeständen. Zur Herstellung der Hackschnitzel kann Schadholz ebenso wie gesundes Rundholz verwendet werden. Durch die Verwendung regionaler Ressourcen und kurze Transportwege lässt sich nachhaltig und effizient wirtschaften. Ein weiterer Vorteil ist der Erhalt der Wertschöpfung in der Region.
So kann die Energie für die Erzeugung von Raumwärme und Warmwasser bereitgestellt werden.

Zahlen & Fakten:
Thermische Leistung: 3,5 Megawatt (= MW)
Thermische Leistung Notfall: 1,7 MW
Heizleistung: 5,0 MW
Elektr. Nennleistung: 1,2 MW
Pufferspeicher: 96 m3
Erzeugte Wärme: rund 8.400 MWh/Jahr
Materialeinsatz: Rundholz ca. 4.000 Festmeter
Hackgut ca. 2.000 Schüttraummeter
Ca. 160 Einzelkund:innen und rund 150 Hausanschlüsse
CO2-Einsparung: rund 2.500 t/Jahr
Grundsätzlich nur ein Anschluss für das ganze Haus notwendig
Verbrennung findet nicht im Haus statt, daher ist auch kein übermäßig großer Heizungskeller oder Ähnliches nötig
Keine Gefahrenquelle durch eine Verbrennungsstelle im Haus
Keine technische Wartung der Verbrennungsstelle
Verwendung von regionaler Biomasse (98%) aus heimischem Schad- und Nicht-Schadholz
Wertschöpfung bleibt in der Region
Starke Emissionsreduktion durch die gefilterte und kontrollierte zentrale Verbrennung
Die thermische Energie wird durch ein wärmegedämmtes Rohrsystems transportiert, das grundsätzlich erdverlegt ist. Daraus ergibt sich, dass nur nahe liegende Haushalte an das Netz der Fernwärme angeschlossen werden können. Die Lichtgenossenschaft St. Jakob zählt derzeit ca. 160 Abnehmer:innen zu ihrem Kundenstamm.
