GRUNDDATEN 
HEIZWERK

GRUNDDATEN 
E-WERKE

UNSERE GESCHICHTE

Die Lichtgenossenschaft St. Jakob in Defereggen wurde im Jahre 1925 von 18 Mitgliedern mit dem Ziel einer Selbstversorgung des Ortes mit elektrischer Energie gegründet.

Zu diesem Zweck wurde das erste Wasserkraftwerk am Trojeralmbach mit einer Leistung von 45 kW errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg (im Jahre 1947) entschloss man sich aufgrund eines steigenden Strombedarfes und der Erweiterung des Versorgungsnetzes zu einer Vergrößerung bzw. einem Neubau des Trojeralmbachwerkes mit einer Leistung von 250 kW.

Die prekäre finanzielle Situation unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg ließ eine Finanzierung nur mittels „Tauschgeschäften“ zu, das heißt heimisches Holz wurde gegen technische Anlagenkomponenten eingetauscht. Die dadurch entstandene Überkapazität an elektrischer Energie wurde durch die massive Forcierung von Elektroheizungen kompensiert.

Um die Versorgungssicherheit von St. Jakob auch weiterhin zu gewährleisten, wurde 1961 das Bruggeralmbachwerk mit einer Leistung von 600 kW errichtet und im folgenden Jahr in Betrieb genommen.

Aufgrund der Errichtung von Liftanlagen und des stetigen Wachstums des Ortes, insbesondere aufgrund des Fremdenverkehrs, konnte die Versorgungssicherheit im Winter nicht mehr garantiert werden. Ende der Sechziger Jahre verlängerte die TIWAG ihr Leitungsnetz bis nach St. Jakob. Die Versorgung der Liftanlagen erfolgte nun ausschließlich durch das Landes EVU, zur Stromversorgung des Ortes im Winter musste teilweise von der TIWAG Energie zu einem hohen Tarif zugekauft werden. Die Errichtung eines neuen Wasserkraftwerkes an der Schwarzach wurde in Erwägung gezogen, war aber nicht finanzierbar und konnte eine Versorgung im Winter nicht gewährleisten. Somit fasste man im Jahre 1972 den Entschluss, das Netz und die Versorgungsrechte an die TIWAG zu verkaufen. Die Kraftwerke Trojeralmbach und Bruggeralmbach lieferten ab diesem Zeitpunkt elektrische Energie in das Netz der TIWAG.

Die Erlöse des Verkaufes des Leitungsnetzes und die Stromerlöse schafften die Voraussetzung zur Errichtung eines weiteren Standbeines – Bau und Betrieb eines Biomassefernheizwerkes zur Versorgung des Ortsgebiets von St. Jakob mit Wärme zur Raumheizung und Warmwasserbereitung. Weitere Entscheidungsgrundlagen für die Errichtung waren das Holzangebot im Ort, die Möglichkeit der Erhöhung der regionalen Wertschöpfung durch den Holzverkauf und die Notwendigkeit der Verbesserung der Emissionssituation, insbesondere in den Wintermonaten. Im Jahre 1994 wurde mit dem Bau des Fernheizwerkes auf der Sanderebene begonnen. Im selben Jahr konnten im Herbst die ersten Häuser mit Fernwärme versorgt werden.

Der Gedanke einer integrierten Energieversorgung durch das sinnvolle Zusammenspiel von Energie aus Biomasse und aus Wasserkraft führte zur Idee der Schaffung des „Biomasse-Hydraulischen Verbundes“. Ein weiterer Schritt auf diesem Wege, die Errichtung eines neuen Wasserkraftwerkes am Trojeralmbach. Der Bau der neuen Wasserkraftanlage am Trojeralmbach wurde im Jahre 2005 umgesetzt.

In den folgenden Jahren wurden viele Anlagenteile im Heizwerk stetig verbessert, um einen Emissionsarmen Betrieb zu gewährleisten. Unteranderem wurde im Jahre 2006 ein Elektrofilter installiert, der die kleinsten Partikel aus dem Rauchgas entzieht. Noch im selben Jahr wurde ein Notstromaggregat mit einer Leistung von 140 kVA in die elektrische Versorgungsleitung vom Heizwerk integriert, um im Falle eines Stromausfalls weiterhin die Fernwärmeabnehmer mit Energie zu versorgen.

Im Jahre 2016 wurde die Lagerhalle beim Heizwerk erweitert. Mit dem Zubau ist gewährleistet auch bei Naturkatastrophen einige Zeit ohne Lieferungen von Hackgut auszukommen.

Aktuell laufen die Planungsarbeiten zur Erweiterung der Fernwärmeleitung zum einen in Richtung Bad Grünmoos und zum anderen in die Ortsteile Tränke und Lift.

Durch Benützung dieser Seite stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. mehr dazu

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close